Die Macht des Urteilens

verfasst: Dienstag, 24.Mai 2011, 13:52:42 / Christoph Schmidt

Wie schön, dass es Menschen da draußen gibt von denen wir uns deutlich unterscheiden. Mit dem geschulten Blick der/des einzig Richtigen erkennen wir sofort, was die anderen alles falsch machen. Für jede Situation, für jede Verhaltensweise gibt es jemand, an dem wir es erkennen: Das Familienmitglied, das immer in der Opfer-Rolle ist, der Kollege, der immer nach Anerkennung eifert, der Terrorist, der ein ganzes Land in Angst und Schrecken versetzt. Wir können mit dem Finger auf den anderen zeigen und uns kopfschüttelnd darüber unterhalten: „Wie kann man nur!“

Probieren Sie bitte folgendes aus: Wenn Sie mit dem Finger auf etwas oder jemanden zeigen, so zeigen drei Finger immer auf Sie zurück. Liegt in dieser Analogie ein Hinweis?

Wir haben gelernt, die Welt zu ur_teilen. In „gut“ und „böse“, in „richtig“ und „falsch“. Unser „Ich“ kann nicht umhin als dieser Teilung zu folgen. Somit entwickelte sich eine Ich-Identität, die wir gerne zeigen und als die wir gerne wahrgenommen werden wollen und eine Ich-Identität, die wir am liebsten verstecken wollen. Hier haben wir nun unsere Persönlichkeit. Das Wort Persönlichkeit leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet tönerne Maske, wie sie im alten griechischen Theater in Gebrauch war. Unterhalb dieser vertrockneten Kruste unserer Geschichte, die wir gerne sein wollen verbirgt sich jedoch all das, was wir nicht sein wollen. Unsere Licht- und unsere Schattenidentität ist geboren.

Der Grad an Scham- und Schuld- und sonstiger unangenehmen Gefühle bestimmt den Grad der Selbstwahrnehmung, bzw. Selbstverleugnung:
„Ich weiß, das ich das bin, bin aber nicht wirklich stolz darauf“, über „das gestehe ich mir nicht mal ein, wenn ich mit mir alleine bin“, bis hin zu „das bin ich sicherlich nicht“, dem völligen Entzug unserer Selbstwahrnehmung.

Hier treten „die anderen“ als Retter drohender Selbstaufdeckung auf den Plan
Wir sehen den anderen nicht so, wie er ist, wir sehen den Anderen so, wie wir sind. Das ist mehr als eine pathetische Aussage, begründet Sie sich doch auf der neurowissenschaftlichen Tatsache, dass wir in unserem assoziativen Speichern von Erfahrungen unsere Umwelt abbilden und somit nur das wahrnehmen können, was im neuronalen Netzwerk unserer Identität vorhanden ist.

Nehmen wir ein Beispiel: Angenommen in Ihrem Arbeitsumfeld gibt es Kollege X, der immer hinter dem Rücken anderer über jemanden lästert. Ein wirklich unangenehmer Wesenszug von Kollege X, oder? Haben Sie schon einmal mit jemand anderem besprochen, wie unangenehm dieses Verhalten von Kollege X ist? Oder wie denken Sie über Kollege X (hinter seinem Rücken)? Ich weiß, es ist nicht leicht diesen Prozess der Umkehrung zu starten. Wir sind es gewohnt unangenehme Gefühle zu vermeiden anstatt uns bewusst damit auseinanderzusetze. Und doch wartet in diesem Prozess eine Erleichterung. Gefühle wegzuschieben kostet enorm viel Energie. Diese Energie steht uns am Ende dieses Prozesses der Selbstwahrnehmung wieder zur Verfügung.


Ihre Schattenidentität wartet auf die nächste Weihnachtsfeier

Firmenweihnachtsfeiern oder große Familienzuammenkünfte sind ein Eldorado für die Schattenidentität. Auch wenn wir uns zum Teil noch so sehr auf Alkohol ausreden, bleibt doch ein sehr divergierendes Identitätsbild zurück. Warten Sie nicht auf die nächsten Entgleisungen, in denen Sie sich scheinbar aus heiterem Himmel selbst sabotieren. Integrieren Sie Ihre Schattenidentität jedes mal, wenn Sie sich dabei beobachten, wie Sie in Gedanken und Worten mit dem Finger auf jemanden zeigen.

Wir schöpfen alle aus dem selben Repertoire an Möglichkeiten des Selbstausdrucks. Im Anerkennen und Annehmen aller Möglichkeiten erfahren wir wieder die Ganzheit und die Freiheit aus diesem Ganzen unseren Ausdruck zu wählen.

Wege zur Integration der Schattenidentität sind ein Kernpunkt im http://bit.ly/Change_your_Mind_Tagesworkshop.

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Sex am Arbeitsplatz

verfasst: Dienstag, 22.März 2011, 11:16:55 / Christoph Schmidt

Ein Gang wie auf Watte. Ein pochendes Herz. Kaum ein Augenblick vergeht, an dem nicht allein der Gedanke an diesen Besprechungstisch ein entzücktes Lächeln auf die Lippen zaubert. Alle Kollegen wirken auf einmal viel strahlender, freundlicher und die anderen – kann man mit einer inneren Leichtigkeit einfach so sein lassen. Routinetätigkeiten tragen sich gelassen wie ein bequemer Schuh und doch sind alle Sinne geschärft. Die große Pflanze im Foyer wirkt grüner als sonst und selbst die Kantine wird plötzlich zum sinnlichen Gaumengenuss.

Hochwasser des Lebensflusses

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verfasst: Donnerstag, 29.Juli 2010, 14:44:53 / Christoph Schmidt

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verfasst: Samstag, 26.Juni 2010, 20:32:02 / Christoph Schmidt

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verfasst: Donnerstag, 27.Mai 2010, 23:13:30 / Christoph Schmidt

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Der Unterschied zwischen Räucherstäbchen und Raumenergetik

verfasst: Montag, 26.April 2010, 14:34:30 / Christoph Schmidt

Raumenergetik im Büro? Ja, klar – Business Feng Shui! Weit gefehlt! Wir alle erleben Raumenergetik hautnah. Wir nehmen die vorherrschende Stimmung in einem Büro war, wenn wir nur den Raum betreten. Wir fühlen uns oft „scheinbar grundlos“ wohl in einem Raum, oder eben nicht. Wollen Sie lernen, die Raumenergetik bewusst mitzugestalten?

Managen Sie Ihre Freude, nicht Ihren Stress!

verfasst: Mittwoch, 31.März 2010, 12:45:20 / Christoph Schmidt

Stress im Arbeitsleben kann man nicht entrinnen. Oder doch? Dann haben Sie doch stattdessen ein bisschen Eustress! Fühlt es sich noch nicht besser an? Vielleicht ist die Lösung greifbarer, wenn wir beginnen die Dinge beim Namen zu nennen. Gerade im „Business-Wording“ haben wir eine fühlfreie Abstraktion von natürlichen Begriffen geschaffen, die sich schwer greifen lässt.